"Abgang durch Tod" (gebundenes Buch)

Zwangsarbeit im Kreis Schleiden 1939-1945
ISBN/EAN: 9783000590061
Sprache: Deutsch
Umfang: 476
Einband: gebundenes Buch
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Die Zwangsarbeit tausender Ausländer im ehemaligen Schleidener Kreisgebiet 1939 bis 1945 blieb bis heute ein weitgehend unbeschriebenes Blatt der Regionalgeschichte. Der Einsatz forderte Hunderte Opfer besonders unter den polnischen und osteuropäischen Zivilarbeitern sowie sowjetischen Kriegsgefangenen in den Arbeitskommandos der Nordeifel. Sie gingen als Folge von Hunger, Erschießungen und Erhängungen in der Region zugrunde oder kamen als Zivilarbeiter in Konzentrationslagern zu Tode. In dem Sachbuch „Abgang durch Tod“ stellt der Journalist Franz Albert Heinen nun das finstere Kapitel der Regionalgeschichte vor. Gemessen an der hohen Zahl der Todesopfer dürfte es sich um den größten Verbrechenskomplex des 20. Jahrhunderts im Schleidener Land handeln. Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges haben die meisten Zeitzeugen ihr Wissen längst mit ins Grab genommen, ohne sich je wirklich offenbart zu haben. So blieben die Konsequenzen der Zwangsarbeit das vermutlich bestgehütete Geheimnis dieser Generationen. Das Verschweigen und Vertuschen fiel umso leichter, als in den ersten Jahrzehnten nach dem Geschehen systematisch alle Spuren verwischt wurden. 1960 verschwanden mit der Umbettung der meisten osteuropäischen Opfer aus dem Kreis Schleiden in den Kreis Monschau die letzten sichtbaren Spuren der Zwangsarbeit, die Gräber. Der Journalist Franz Albert Heinen dokumentiert in der neuesten Veröffentlichung des Geschichtsforums Schleiden eine verstörende Facette der Geschichte des heutigen Südkreises Euskirchen zwischen Heimbach und Ahrhütte. Die Darstellung stützt sich auf jahrelange intensive Archivrecherchen, Fachliteratur und Zeitzeugen. Die Arbeit geht von der regional bisher überwiegenden Darstellung aus, die im Kern sinngemäß lautete: „Unser Pole hatte es gut“. Das bestätigte sich für die überwiegende Mehrheit der Zwangsarbeiter. Der Autor fokussierte die Betrachtung daher auf die Schicksale der Zwangsarbeiter, die den Einsatz nicht überlebten. Im Ergebnis bilanziert Heinen die erstaunlich hohe Zahl von weit über 300 Todesopfern unter den vermutlich mehr als 5.000 ausländischen Zivilarbeitern und Kriegsgefangenen in den Arbeitskommandos im Kreisgebiet. (Quelle:Homepage Geschichtsverein Schleiden: https://gf-sle.de)